Atila's Progress (Nederlands)
▶ Watch on StoryloIhr Lieben, liebe Grüße von einem spanischen Hufrehepatient. Wir sind hier in Andalusien und hier haben wir einen PRE-Deckhengst ehemaligen, der an jahrelanger Hufrehe gelitten hat, bis er dann gerettet wurde von der Eigentümerin. Die macht hier seit knapp 30 Jahren Rescue-Pferde, ist selber Tierärztin und unfassbare Story. Bei der habe ich vor ungefähr 20, 25 Jahren das erste Mal ein Pferd geritten hier. Und die hat überhaupt das zu vertreten, dass ich mit den Pferden arbeite. Und so schließt sich der Kreis, unfassbar. Ich habe hier eine Heckkiste gebaut, damit ich nicht bis nach Südspanien den Anhänger mitziehen muss. Habe dann hier mein Eisen angefertigt, in einer lokalen Werkstatt mit dem Schweißgerät von dort. Habe mich dann hier um den Huf gekümmert. Wir haben hier natürlich noch eine Lokallanästhesie gemacht, deswegen läuft hier von oben so ein bisschen Blut runter. Genau, habe dann hier mit der Behandlung begonnen, habe das, denke ich, recht hübsch hinbekommen. Das Pferd litt vorher vier Jahre schon an chronischer Hufrehe, hat dementsprechend ein extrem osteolytisches Hufbein. Also da ist ja nur noch wenig vom Hufbein überhaupt zu sehen. Trotzdem hat er aufgrund dessen, dass er einfach sehr willensstark ist und sehr viel aushalten kann, noch eine Chance, dass er mit einem Spezialbeschlag wirklich noch ein glückliches Leben haben kann, auch wenn er natürlich nicht mehr geritten werden kann. Aber der hat auf jeden Fall noch eine Chance und wir gucken jetzt, dass wir das hinbekommen. Auf jeden Fall einen großen Shoutout hier nochmal an die Eigentümerin. Das muss man erstmal machen, dass man mich wirklich auf die andere Seite des Kontinents fahren lässt, das auch organisiert, das auch finanziell trägt. Da haben wir ja schon 2.000 Euro nur Anfahrtskosten, das darf man ja alles nicht unterschätzen. Und das ist hier wirklich eine Riesenaktion und das ist schon absolut zu honorieren, dass es da immer noch Leute gibt, die sich das antun, die das unterstützen. Und das ist dann auch sofort das Resultat danach. Also im Vergleich zu dem Video, wie das vorher gegangen ist, sieht das jetzt hier schon mal ganz anders aus. Was man immer bedenken muss bei diesen langjährigen Hufrehr-Patienten, die werden irgendwann ein bisschen ataktisch. Hier wackelt er dann jetzt am Garten rum. Die werden irgendwann ataktisch durch dieses behinderte Gangbild, werden die Spinalnerven entsprechend, hier eine Offroad-Tour, werden die Spinalnerven natürlich komprimiert, die Pferde spüren ihre Hinterbeine irgendwann nicht mehr so gut. Und deswegen kommt auch dieses gestörte Gangbild noch zustande. Die Pferde müssen ins Laufen kommen, müssen sich viel bewegen. Hier sieht man, der greift dann auch wieder nach vorne aus und bewegt sich selbstständig, obwohl er vorher so viel gelegen ist. Kommt da selbstständig auch aus seinem Paddock schon raus und guckt und macht. Vorher ist er wahnsinnig viel gelegen. Und ja, das sieht jetzt wirklich ganz gut aus. Das war hier der Tag nach der Behandlung. Und ich bin jetzt da jeden Tag noch hingefahren, habe ihn kontrolliert. Das ist natürlich immer eine 1, 2, 3, 4-Tage-Aktion. Wenn die Pferde wirklich so eine langjährige Krankheitsgeschichte haben, dann muss man das wirklich engmaschig kontrollieren. Hier seht ihr das Problem eben mit den Hinterbeinen spüren und Wendungen und so weiter. Er würde auch ganz gerne traben und galoppieren jetzt im Moment, weil er sich einfach viel wohler fühlt als vorher. Aber es geht noch nicht, weil ihm die Koordination fehlt. Und das muss einfach zurückkommen. Das ist wie bei der Human-Reha. Und dann komme ich auch endlich mal wieder ein bisschen zum Surfen und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen und dass sich hier in Spanien auch ein paar Leute finden, damit sich so eine Tour auch lohnt. Dann komme ich auch gerne zu euch und mache eure Hafer-Muppets wieder fit. Bis bald! Ich werde manchmal gefragt, wieso ich einen Pferd rätsel, dass man nicht mehr reiten kann. Und ich muss sagen, weißt du,